Aquascaping Pflege

Wasserpflege

Die Wasserpflege fängt beim Leitungswasser an und hört beim gesunden Ökosystem auf. Zur Serienausstattung gehört ein Messkoffer* mit den Wichtigsten Tests zB. PH, GH, KH, NH3/NH4, NO2, NO3, PO4, FE extra würde ich auch eine Si (Silizium), K (Kalium) und einen Mg (Magnesium) Test empfehlen. Die Tröpfchentests sind genauer als die Streifentests, da diese zu große Toleranzen haben und das gerade im Milligramm/Liter Bereich negative Auswirkungen haben kann.

Stichwort Leitungswasser, da unser Trinkwasser mit Chlor und verschiedensten Mittelchen aufbereitet wird um zu gewährleisten das es Trinkbar ist, haben wir das Problem dass es für den Aquarienbereich leider nicht geeignet ist. Deshalb empfiehlt sich eine Osmose Anlage*, die filtert das Wasser von allen schlechten Bestandteilen und macht es Aquarium freundlich. Ich besitzet seit Jahren eine Anlage und bin zu dem Ergebnis gekommen das Wasser zu mischen, 1 Teil Leitungswasser und 2 Teile Osmosewasser, diese Kombination klappt sehr gut bei mir. Das gefilterte Wasser muss nur noch angepasst werden, zB. mit Aufhärtesalzen, Vitalstoffen und gerne auch Seemandelbaumblätter*.

Achtung das Wasser sollte vor dem Wasserwechsel Temperiert werden um keinen Schock bei den Lebewesen und Pflanzen zu verursachen, dies funktioniert am besten wenn man einen Heizstab in den Wasseraufbewahrungsbehälter* gibt und zeitweise umrührt bis das Wasser auf der des Beckens ist. Wasserwechsel sollten alle 1-2 Wochen (ca. 30%) Durchgeführt werden.Wer sich derzeit keine Osmose Anlage zulegen möchte sollte unbedingt Wasseraufbereiter* verwenden. Diese binden auch unerwünschte Stoffe wie Chlor und Kupfer. Unbedingt auch wenn das Wasser gemischt wird.

Wichtig ist es bei der sogenannten Einlauffase, Filterstartbakterien* zu benutzen, da sich das Gleichgewicht erst bilden muss. Tipp: Sie können auch gerne einen Eigefahren Filterschwamm von Bekannten (in der Nähe Wohnhaft) die ein Aquarium besitzen sich ausborgen und diesen dann in Ihren Filter ausdrücken und so gelangen abgehärtete Gute Bakterien in Ihr Becken. Achtung Bakterien sind Lichtempfindlich.

Pflanzenpflege

Für einen Üppigen und Prachtvollen Pflanzenwuchs in dem Aquascapingbereich sind Dünger und CO² Voraussetzung. Über den Dünger werden die Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen versorgt, die unteranderem für die Vitalität und das Wachstum zuständig sind.

Es gibt den Basisdünger aber auch Volldünger*, sehr wichtig sind dabei die Elemente Nitrat (N)*, Phosphat (P)*, Kalium (K)* , Eisen (Fe)* und Magnesium (Mg)* . Tipp: Diese Flüssigdünger sollten in Einzelelementen gekauft werden, da es leichter ist die spezifischen Werte anzupassen als in Kombinationen, wie zB. der NPK Dünger*, sonst könnte es passieren das ein Überschuss von einem Wasserwert entsteht und da der am wenigsten vorhandene Nährstoff im Becken der ist, der die Pflanzen nicht gedeihen lässt, kann dies führt schnell zu Algen.

CO² Düngung

Um das Optimum der Pflanzen herauszuholen benötigst du unbedingt eine CO²-Anlage. Dies kann gerne am Anfang eine Bio CO² Anlage* sein, da diese im Anschaffungspreis niedriger ist, aber das sollte keine Dauerlösung sein, sondern eine Professionelle CO²-Anlage*. Bei dieser kann man per Manometer die genaue Blasenanzahl regulieren und somit den CO² Gehalt von 20-30mg/l anstreben, unbedingt eine Nachtabschaltung einbauen (Zeitschaltuhr), da in der Nach die Tiere selber CO² produzieren und dies schnell zum Tod der Lebewesen führen kann. Eine dazugehöriger CO²-Dauertest* sollte allerding zu jeder Ausstattung gehören.

Filter

Jetzt wenden uns wir der Technik zu. Du benötigst einen Filter, der kann im Innenbereich des Becken sein kann, nur bedenke das der Platz sehr beschenkt ist und dieser nicht allzu schön anzusehen ist, empfehle ich dir einen Außenfilter*, da diese komfortabler ist zu reinigen und man kann den Durchfluss regeln um das Strömungsverhalten zu beeinflussen. Achtung der Filter muss von 0-24Uhr und 7 Tage die Wochen in betrieb sein, sonst sterben die Guten Bakterien ab, die sich bilden um das Ökosystem in Gleichgewicht halten.Der Filter wird im Normalfall dann gereinigt, wenn der Durchfluss sich halbiert hat. Am besten sollte die Filterreinigung in Kombination mit einem Wasserwechsel stattfinden, denn man sollte sich vom abgelassenen Wasser ca. 3-4 Liter aufheben. Bei der Reinigung wird zuerst die Filterwatte wenn vorhanden, erneuern und den Rest der Filter, nur im Wasser Ausdrücken, dass man beim Wasserwechsel aufgehoben hat, da sonst die Bakterien geschwächt werden und das Ökosystem ins Ungleichgewicht kommen kann.

Heizen

Ein Heizstab* ist zum Empfehlen, da dieser immer die gewünschte Temperatur hält. Es kann schnell zu Schwankungen im Aquarium kommen wenn man du einen Wasserwechsel vornimmst oder das Fenstern gekippt lässt und dies ist nicht zum Vorteil der Tiere und des Ökosystems. Die Optimale Temperatur liegt zwischen 22-25C in dem Becken. Von den Anschaffungskosten und vom Stromverbrauch ist ein solcher Heizstab nicht teuer, da er unteranderem nur dann aktiv wird wenn der gewünschte Wert nicht erreicht ist, dann heizt dieser das Wasser auf.

Kühlen

Im Sommer ist es beispielsweise sehr wichtig genau wie im Winter sein Aquariumwasser zu temperieren, da die Optimal Temperatur zwischen 22-25 liegt, hierzu gibt es ein Speziell entwickelte Kühlung* die das Wasser mit Luft herab senkt, das sind im Prinzip nur 1-2 oder mehr Computerlüfter die das Wasser Kühlen, durch Luftzug. So ein System kann man auch gerne selber Bauen, aber da die Preise von Aquariumlüftungen heutzutage schon in den Keller gefallen sind, lohnt sich auch der Kauf. Es gibt sogar eine Art Durlaufkühler, der wird an den Außenfilter angeschlossen, dieser lohnt sich finde ich nur für Aquarien ab 300liter aufwärts, da die Geräte sehr teuer sind und bei einer größeren Literanzahl keine Lüfter mehr funktionieren.

Beleuchtung

Die Beleuchtung* ist ein sehr wichtiger Faktor der Pflanzen. Beleuchtungen gibt es in vielen Variationen zB. als Stehlampe, Deckenlampe oder auch als Aufsatzlampe. Hier bei solltest du unbedingt darauf achten das das Leuchtmittel auf dein Becken abgestimmt ist, es gibt einen eigen Lichtkalkulator zum Berechnen für die Watt oder Lumen pro Liter. Beim Start des Aquariums empfehle ich 6 Stunden Täglich mit einer Mittagspause von 2-3 Stunden um die Pflanzen daran zu gewöhnen. Woche für Woche kannst du die Beleuchtungsdauer um 30 Minuten höher stellen, bis du eine Beleuchtungszeit von 10 Stunden am Tag erreicht hast. Wenn Du am Anfang gleich Vollgas gibst und zB. 12 Stunden Licht deinem Aquarium zu Verfügung stellst, kann es passieren das schneller die Algen kommen als Du dangst, deshalb langsam steigern und wenn möglich auch das Becken vor Sonneneinstrahlung schützen.

Luftpumpe

Eine Membranpumpe* ist wichtig, wenn der Filter gereinigt werden muss, um das Wasser in Bewegung zu halten oder um den PH Wert anheben zu können. Es könnten sich auch eines Tages unangenehme Gerüche in deinem Aquariumwasser bilden zB. von abgestorbenen Pflanzenresten oder nicht gut durchfluteten Gestein oder Wurzeln, da bringt nach der Behebung der Ursache eine Membranpumpe viel um das Wasser auszugasen.

Wirbellose

Wirbellose werden in den letzten Jahren immer beliebter im Aquarium. Zu diesen Arten zählen Garnelen, Schnecken und Zwergkrebse. Ungeraderem zählt die Garnele zu den beliebtesten, es gibt viele verschiedene Farben und Zuchtvarianten, da fällt einem die Auswahl oft schwer. Ich selbst hab eine Kombination von Garnelen und Schnecken.

Die Schecke wird gerne zur Algenbekämpfung eingesetzt, aber es gibt auch hier verschiedene Arten, Farben, Formen und Größen, also sei auch hier nicht abgeneigt. Zwergkrebse sind wunderschön anzuschauen, brauchen aber mehr Platz im Becken als Garnelen, aus diesem Grund sollte man die Stückanzahlen geringer halten.

Zubehör

Man benötigt für das Aquascaping natürlich auch gewisses Zubehör* um einem die Arbeit zu erleichtern, angefangen von Kies-Spatel, Pflanzen-Schere, Pflanzenpinzette, Greifzange*, Rückwandfolie oder Trennelemente, Mulmglocke*, Scheibenreiniger, Kescher, Schwämme, usw.

Lass dich inspirieren von der Vielfalt an nützlichen Hilfswegzeugen.